Portrait des Präsidenten Günther Weber

Während meiner Berufslehre als Maschinenschlosser trainierte ich asiatische Kampfsport- und Selbstverteidigungsarten. Dort lernte ich nicht nur meine Hände und Füsse als tödliche Waffen zu gebrauchen, ich lernte auch die, all diesen Sportarten zu Grunde liegende Philosophie: Setze dein können nur im Notfall ein. Kämpfe nie gegen schwächere. Wenn jemand in Gefahr ist, bringe ihn in Sicherheit, zum fragen "Warum?“ ist nachher Zeit genug, usw.


Später fuhr ich Motorrad und trieb mich u.A. im Milieu von Basel herum. Ich sass mitten drin, obschon ich nicht dazu gehörte. Wegen meinen schon damals langen Haaren und oft schlecht rasiert, wurde ich dort als "ihres Gleichen“ angesehen. So lernte ich die Ängste und Nöte abgestürzter und gescheiterten Menschen aus erster Hand kennen.


So weit, so gut, doch was hat das mit Tierschutz zu Tun, könnte man fragen! Doch die Antwort liegt auf der Hand. Das so gelernte und gesehene hat mich sehr stark geprägt, die Philosophie der Asiatischen Sportarten habe ich mir zu eigen gemacht. Somit sind diese beiden Lebensabschnitte die Grundlage für meine Prinzipien im aktiven Tierschutz geworden.


Mit den Katzen so richtig angefangen hat es im Jahre 1978 mit drei Tieren: "Cicco“, "Tapsi“ und "Stöpseli“. Bis ins Jahr 1981 kamen immer wieder einmal ein Problemtier dazu, so wurden aus 3, deren 16. Im Jahr 1982 lernte ich durch eigene Katzennotfälle ("Sultan“ wurde ein Fuss abgemäht, "Winni“ hatte ein Lungenödem) eine Tierambulanz kennen. Ich fand diese Idee super und engagierte mich in meine Freizeit als ehrenamtlicher Ambulanzfahrer.


Wegen der Beschriftung "Tierambulanz“ an meinem Auto, sprach mich einmal jemand an, der mir eine Tonne Katzenstreu verkaufen wollte; ich erklärte ihn für verrückt!!! Später stieg ich aber trotzdem in dieses Geschäft ein (so entstand die spätere Firma WeCaLit).


Durch den Streuhandel und mein Engagement bei der Tierambulanz sah ich verschiedentlich hinter die Fassade. Ich sah etliches, das nicht MEINEN Vorstellungen von Tierschutz entsprach, so begann ich auf eigene Faust zu handeln.


Im Jahr 1985 übernahm ich von einer verstorbenen Frau 17 Katzen. Im selben Jahr absolvierte ich die Tierpflegerschule. Im Jahr 1986 legte ich erfolgreich die Prüfung ab und gab meiner Tierschutzaktivität einen Namen: Katzenasyl "Zur letzten Zuflucht.


Aus den damals 35 Katzen wurden es bis heute durchschnittlich 75 – 85 Tiere. Anlässlich von zwei grösseren Rettungsaktionen (1 x 60, 1 x 46) waren es auch schon über 120 Tiere.


Im Jahre 2001 kam ich mit dem damaligen Verein "Catsitter Service und Katzenhilfe Basel Regio“ in Kontakt. Es ergab sich daraus eine enge Zusammenarbeit zwischen mir und der damaligen Präsidentin. Dieser Verein musste dann aber wegen Geldmangel aufgelöst werden, was ich sehr bedauerte. Wir starteten einen Neubeginn unter dem Namen "IG Katzenhilfe“ aus der dann die "Katzenhilfe Nordwest Schweiz“ entstand.


Per Ende November 2002 übergab mir die damalige Präsidentin, Frau Regula Uebelhart, das Präsidium aus gesundheitlichen Gründen. Seither bin ich damit beschäftigt, diesen Verein wieder auf das Niveau zu bringen, was der Name "Katzenhilfe“ verspricht. Mein Katzenasyl ist nur ein Bestandteil davon.


Frau Regula Uebelhart gehört inzwischen nicht mehr unserem Verein an!

Seit ich mir erlaubt habe, gewisse "Ungereimtheiten" aus früherer Zeit zu hinterfragen, werde ich aus allen Rohren beschossen. In den unterschiedlichsten Homepages des Internets werden unter allerlei Pseudonymen Angriffe gegen mich lanciert. Die Pferde für die Retourkutsche sind noch nicht eingespannt, aber sie kommt!!!


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